Locarno 2015_7

Tag_10 die Preise

(c) ch.deriaz

(c) ch.deriaz

 

Schade, dass es keinen Preis gibt für das Verpassen der Filme, die Hauptpreise erhalten. Verpasst wurden also:

Der Goldene Leopard des Hauptwettbewerbs für den Südkoreanischen Film  Jigeumeun Matgo Geuttaeneun Teullida (Right now, wrong then) von HONG Sangsoo. Das gleiche gilt für Thithi von Raam Reedy, Indien , der sowohl den den Goldenen Leoparden Cineasti del presente, als auch den Goldenen Leoparden bester Erstlingsfilm erhielt.

Gesehen und bereits besprochen wurden:

Spezialpreis der Jury und eine besondere Erwähnung für den israelischen Film Tikkun von Avishai Sivan. Beste Regie an Andrzej Zulawski für Cosmos, Bester Nachwuchsregisseur : Bi Gan, für Lu bian ye can (Kaili Blues) Der Spezialpreis der Jury Cinesta del presente geht an Dead slow ahead von Mauro Herce und der Publikumspreis für Filme auf der Piazza geht an: Der Staat gegen Fritz Bauer von Lars Kraume.

Interessant die Wahl der Jugend-Jury, die eine sichere Hand für Ungewöhnliches zeigt, die sowohl James White als auch Heimatland prämiert und damit zeigt, dass Jugendliche, eine wichtige Zuschauergruppe, durchaus differenziert und abseits ausgetretener Pfade Filme sehen und beurteilen können, und in Folge – hoffentlich – weitere junge Zuschauer an interessante Filme heranführen.

(c) ch.deriaz

(c) ch.deriaz

(c) ch.deriaz

(c) ch.deriaz Udo Kier

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Preisverleihung fand, wie befürchtet, im eher tristen Fevi statt, während auf der Piazza einige Unerschrockene das Geschehen auf der Leinwand verfolgten. Udo Kier, als Sprecher der Hauptjury, machte aus der Preisvergabe eine launige, lustige Nummer, während andere Jury Sprecher eher durch ihren Text stolperten. Der Dank der Preisträger galt, neben Kollegen und Familie, fast einhellig dem Mut und der künstlerischen Freiheit, die für das Festival stehen.

Damit endet eine durchaus interessante 68. Ausgabe des Festivals von Locarno, vielfältig, bunt, sympathisch, mit einem gut gelaunten, kompetenten künstlerischen Leiter Carlo Chatrian, und einem starken Festival Präsidenten, Marco Solari, der ihm den Rücken sowohl stärkt , als auch frei hält. Termin im kommenden Jahr 3. bis 13 August.

Alle Preise auf der Homepage des Festivals :  http://www.pardolive.ch

Advertisements