Finding Woody

Wir wissen nicht genau, wann Woody Harrelson verschwunden ist. Bei der anfänglichen Präsentation der diesjährigen Filmfest-Plakatmotive war er noch dabei. (Die Sonnenbrille! Als Festival-Vorgabe unerschöpflicher Quell immer neuer Inspiration für hoffnungsvolle Plakatdesigner!)

Doch seit davon tatsächlich seit Wochen die Werbewände, Trams, Busse, Infoscreens, Gullydeckel, Zigarettenschachtelwarnhinweise der Stadt vereinnahmt sind, ward er nicht mehr gesehen.

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Was hat wohl dazu geführt, dass er ausgeschlossen wurde aus dem illustren Kreis von Audrey Hepbrun in CRAZY IN ALABAMA, Wynona Rider in WAYNE’S WORLD und Alain Delon in DEEP END? War er zu eindeutig zu erkennen – so dass selbst die Rechteinhaber von NATURAL BORN KILLERS es gemerkt haben? Wollte man verhindern, dass von neuem Pressevorführungsmodus, Ticketschlangen, dem trostlosen HFF-Bunker genervte Menschen auf falsche Ideen kommen?

Unsere Vermutung: Dieses Mysterium steht in Verbindung mit jenem Suchspiel, von dem wir die Festivalmoderatoren raunen hörten. Dass nämlich sich, wie eine aus der Art geschlagene Baumgattung im Festivalwald, eine Genrefilm-Reihe, gar ein kleines, geheimes „Genre-Filmfestival“ verberge im Programm. Wir glauben: Der eine Ort in München, wo das NATURAL BORN KILLERS-Motiv hängt, ist die Zugangstür zu diesem wundersamen Kaninchenbau, dieser Gruft mit den Überresten der Mitternachtsschiene, wo einem Filme voller Sex, Gewalt und guter Laune gezeigt werden.

Wenn uns jetzt bitte noch jemand das geheime Klopfzeichen verraten würde… Wir bringen auch Bier!

(Anna Edelmann & Thomas Willmann)

 

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